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Was ist der Hochschulzugang für Berufstätige?

Die Eignungsprüfung zum Hochschulzugang für Berufstätige

Für die Zulasung zum Studium an einer Universität ist die Hochschulzugangsberechtigung in Form von z.B. Abitur oder Fachhochschulreife in der Regel eine Grundvoraussetzung. Um auch Berufstätigen ohne Hochschulzugangsberechtigung den Zugang zu ermöglichen, hat das Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kunst (MWK) die Verordnung über den Zugang Berufstätiger zum Studium (BerufsHZVO) erlassen. Dadurch können nun Personen, welche die unter "Voraussetzungen und Zulassung" genannten Voraussetzungen erfüllen, bei der Hochschule einen Antrag auf Festellung der fachlichen Entsprechung ihrer beruflichen Aus- und Fortbildung mit dem gewählten Studiengang stellen.

Wer darf die Prüfung am Studienkolleg des KIT ablegen?

Studienkolleg des KIT werden nur Bewerber für naturwissenschaftliche und technische (ingenieurwissenschaftliche) Studienrichtungen geprüft. Bewerber an allen Hochschulen in Baden Württemberg können sich hier prüfen lassen.

Bewerber für andere Studienrichtungen können sich am ISZ Heidelberg anmelden.

Die Teilnahme an der Prüfung muss jährlich bis zum 01. Februar bei der zuständigen Hochschule für das folgende Wintersemester und bis zum 01. August für das folgende Sommersemester schriftlich beantragt werden.

Voraussetzungen und Zulassung

Das Studienkolleg am KIT führt jährlich im Mai auf Grundlage der Berufstätigenhochschulzugangsverordnung (BerufsHZVO) die Eignungsprüfung für den Zugang Berufstätiger zum Hochschulstudium durch.

Die Teilnahme an der Prüfung muss jährlich bis zum 01. Februar bei der zuständigen Hochschule für das folgende Wintersemester und bis zum 01. August für das folgende Sommersemester schriftlich beantragt werden.

Die Bewerber müssen zunächst mit der Universität Kontakt aufnehmen, an der sie studieren möchten. Das jeweilige Studierendensekretariat informiert die Bewerber über die Zulassungsvoraussetzungen und berät die Bewerber bei der Studienfachwahl. Die zulassende Universität entscheidet über die Teilnahme an der Eignungsprüfung für Berufstätige und meldet die Bewerber dann zur Prüfung an.

Erst nach einem Gespräch mit dem Fachstudienberater erfolgt beim Studienkolleg das Beratungsgespräch über die Prüfungsinhalte.

Eine direkte Anmeldung zur Eignungsprüfung am Studienkolleg Karlsruhe ist nicht möglich. Die Anmeldung muss durch die Universität erfolgen.

Informationen zum Verfahrensablauf für beruflich qualifizierte Bewerber finden Sie auf den Seiten des zib unter: http://www.kit.edu/studieren/6773.php

Die Prüfung ist kostenpflichtig. Derzeit beträgt die Prüfungsgebühr 80.- €. Dieser Betrag ist bei der Meldung zur Prüfung fällig und kann bei Rücktritt oder Verhinderung nicht zurückbezahlt werden. Bankverbindung:  Deutsche Bundesbank, Filiale Karlsruhe Kontonummer: 66001508, BLZ: 66000000, Vermerk: PSP2003600031-EP+Name des Prüflings).

Am Studienkolleg Karlsruhe bzw. am MINT-Kolleg Baden-Württemberg in Karlsruhe und Stuttgart finden ab Oktober 2011 studienvorbereitende Veranstaltungen statt. Soweit diese eignungsprüfungsrelevant sind, kann nach Maßgabe der verfügbaren Plätze an diesen (kostenpflichtigen) Unterrichtsmaßnahmen teilgenommen werden.

Gliederung und Form der Eignungsprüfung

Die Eignungsprüfung besteht laut BerufsHZVO aus einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung.

Die schriftliche Prüfung umfasst drei Klausuren mit einer Dauer von jeweils 120 Minuten: 

  1. Deutsch: Schreiben eines Aufsatzes
  2. Aufsichtsarbeit im Fach Englisch: Textverständnisaufgabe und Textproduktion in englischer Sprache
    Von der Aufsichtsarbeit im Fach Englisch kann der Bewerber bei Nachweis englischer Sprachkenntnisse der Niveaustufe B2 des „Gemeinsamen europäischen Referenzrahmes für Sprachen“ (GeR) befreit werden, wenn der Nachweis nach dem Schulrecht des Landes Baden-Württemberg oder eines anderen Bundeslandes erworben wurde.
  3. Fachspezifische Prüfung: Sie enthält Aufgaben, die mit dem gewählten Studienfach in Verbindung stehen.

 

Die mündliche Prüfung bildet ein Prüfungsgespräch, das ca. 30 Minuten dauert. Inhalt des Prüfungsgesprächs sind Fragen zum Berufsweg, zum angestrebten Studienziel, zu kulturellen, politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Themen.

Beratung

Beratungsangebot des KIT für den Übergang zwischen Beruf und Hochschule

Der Bedarf an hoch qualifizierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ist so hoch wie nie zuvor. Um einem Fachkräftemangel entgegenzuwirken wird aus bildungspolitischer aber auch wirtschaftlicher Perspektive das Ziel verfolgt, beruflich qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter akademisch weiterzubilden. Von gesetzlicher Seite wurde darauf reagiert, indem im Jahr 2009 Hochschulen für Personen ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung und mit beruflicher Qualifikation (weiter) geöffnet wurden.

Denn beruflich Qualifizierte verfügen Dank ihrer Berufsausbildung über ein wertvolles branchenspezifisches und berufspraktisches Fachwissen, welches durch ein Studium im Sinne des Lebenslangen Lernens ausgebaut werden kann. Was dieser Zielgruppe jedoch fehlt, sind Informationen bezüglich der Studienmöglichkeiten, der Bewerbung und Zulassung sowie der Umsetzung des Studiums mit beruflicher Qualifikation.

Um diesen Bedarf aufzufangen hat das Karlsruher Institut für Technologie - KIT (im Speziellen das Institut für Berufspädagogik und Allgemeine Pädagogik und das International Department des KIT gGmbH) in Kooperation mit einem externen Weiterbildungsanbieter (LKS Landau) ein Forschungsprojekt initiiert. Ziel des Projekts ist die Beratung und Begleitung beruflich qualifizierter Studieninteressierter und Studierender, die sowohl vor der Aufnahme des Studiums, als auch während des Studiums Unterstützung benötigen.

Das Projekt „Mentoring for Professional Bridging“ setzt am Übergang vom Beruf an die Hochschule an und stellt den Studieninteressierten und Studierenden eine individuelle, durchgehende und umfassende Bildungsgangberatung in den Bereichen Personalentwicklung, Berufs- und Betriebspädagogik zur Seite. Im Mentoring-Programm werden sowohl fachliche und organisatorische Fragen in Bezug auf das Studium, als auch Fragen zur Verbindung von Lebens-, Arbeits- und Familiensituation mit dem Studium erörtert. Das Angebot enthält darüber hinaus die Zusammenstellung eines individualisierten Stundenplans. Im Rahmen dessen können auch Möglichkeiten der Anrechnung beruflich erworbener Kompetenzen und Lernergebnisse auf Studienleistungen besprochen werden.

Dem Fachkräftemangel soll so durch Weiterbildung bereits erfahrener Mitarbeiter entgegen gewirkt werden. Denn ein reger Bedarf an hoch qualifizierten Fachkräften besteht.

Alle Informationen zum Projekt sind auf der Website www.ibp.kit.edu/mentoring verfügbar.